Rechtssatz RS0016791
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0016791
Geschäftszahl
8Ob150/66; 6Ob271/69; 6Ob42/74; 1Ob537/81; 7Ob620/87
Entscheidungsdatum
09.07.1987
Rechtssatz
Eine Vereinbarung, wonach eine Konzession sofort nach ihrer Verleihung zu Gunsten des Vertragspartners oder einer von diesem namhaft zu machenden Person zurückzulegen ist, ist wegen Verstoßes gegen die guten Sitten ungültig.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 150/66
Entscheidungstext OGH 21.06.1966 8 Ob 150/66
Veröff: SZ 39/113
- 6 Ob 271/69
Entscheidungstext OGH 12.11.1969 6 Ob 271/69
Vgl; Beisatz: Zurücklegen einer (Rauchfangkehrer) Konzession zugunsten des Vertragspartners mit Vorwissen der zuständigen Behörde ist nicht sittenwidrig. (T1)
- 6 Ob 42/74
Entscheidungstext OGH 28.03.1974 6 Ob 42/74
Vgl; Beisatz: Hier: Zahlung eines Geldbetrages zum Erwerb einer Taxikonzession. (T2)
- 1 Ob 537/81
Entscheidungstext OGH 15.07.1981 1 Ob 537/81
Vgl aber; Beisatz: Die Berechtigung der Zurücklegung zugunsten einer bestimmten Person trägt wohl der wirtschaftlichen Tatsachen der grundsätzlich entgeltlichen Verwertung des Erfolges unternehmerischer Leistung Rechnung. hier: Marktstand (T3) Veröff: ImmZ 1982,117
- 7 Ob 620/87
Entscheidungstext OGH 09.07.1987 7 Ob 620/87
Vgl aber; Beisatz: Hier: Die bedingte Zurücklegung einer Konzession unter Ausbedingung einer Gegenleistung ist zulässig und nicht sittenwidrig. (T4) Veröff: SZ 60/140
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0016791
Dokumentnummer
JJR_19660621_OGH0002_0080OB00150_6600000_002