Rechtssatz RS0016985
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0016985
Entscheidungsdatum
19.11.2024
Rechtssatz
Der für die Bankgarantie geltende Ausschluss der Einwendungen aus dem Kausalverhältnis kann und darf nicht auf dem Umwege über das Kondiktionsrecht umgangen werden. Der Kondiktionsausgleich findet grundsätzlich nur zwischen den Parteien des Kausalverhältnisses statt.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 560/76
Entscheidungstext OGH 23.02.1977 8 Ob 560/76
Veröff: QuHGZ 1977 4/157 = EvBl 1978/110 S 319 = JBl 1978,204 = SZ 50/32
- 6 Ob 559/85
Entscheidungstext OGH 05.03.1987 6 Ob 559/85
nur: Der Kondiktionsausgleich findet grundsätzlich nur zwischen den Parteien des Kausalverhältnisses statt. (T1) Veröff: RdW 1987,194 = ÖBA 1987,505 (Koziol)
- 1 Ob 503/88
Entscheidungstext OGH 16.03.1988 1 Ob 503/88
nur T1; Veröff: ÖBA 1988,606 = SZ 61/63 = EvBl 1988/92 S 458
- 1 Ob 591/90
Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 591/90
nur: Der für die Bankgarantie geltende Ausschluss der Einwendungen aus dem Kausalverhältnis kann und darf nicht auf dem Umwege über das Kondiktionsrecht umgangen werden. (T2) Veröff: RdW 1991,142 = ÖBA 1991,293
- 5 Ob 1524/92
Entscheidungstext OGH 24.03.1992 5 Ob 1524/92
nur T2
- 4 Ob 2195/96i
Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2195/96i
nur T1; Beisatz: Die dem Auftraggeber zustehende Leistungskondiktion kann nicht unmittelbar auf § 1431 ABGB gestützt werden, weil es bei Abruf der Garantie und Zahlung durch den Garanten nicht entscheidend auf den Irrtum des Auftraggebers ankommen kann. Diese Bestimmung ist daher nur analog anzuwenden. (T3) Veröff: SZ 69/178
- 10 Ob 50/23k
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.11.2024 10 Ob 50/23k
vgl; Beisatz: Der Streit über die Rechtfertigung einer über die Zahlung des Garanten zu Lasten des Kausalschuldners als dessen Auftraggeber erfolgten Vermögensverschiebung ist zwischen den Parteien des Kausalverhältnisses auszutragen: Steht dem aus einer Bankgarantie Begünstigten in Wahrheit kein Anspruch auf die durch die Garantie gesicherte Leistung zu, so kann grundsätzlich nur der Garantieauftraggeber, nicht der Garant Bereicherungsansprüche gegen den Empfänger geltend machen. (T4)
Beisatz: Hier: Gehilfenregress nach § 1313 Satz 2 ABGB bei Haftrücklassgarantie und Insolvenz des Garantieauftraggebers. (T5); Beisatz wie T3
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0016985
Zuletzt aktualisiert am
03.01.2025
Dokumentnummer
JJR_19770223_OGH0002_0080OB00560_7600000_001