Rechtssatz RS0021110
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0021110
Geschäftszahl
1Ob372/53; 3Ob419/57; 1Ob988/35; 5Ob293/71; 2Ob522/84
Entscheidungsdatum
18.02.1986
Norm
ABGB §1118 A2
MG §19 Abs2 Z1 C
MG §19 Abs6
MRG §30 Abs2 Z13
Rechtssatz
Auf eine Vereinbarung, die über den Tatbestand des § 1118 ABGB hinausgeht (fristlose Kündigung bei Rückstand von nur mehr als der Hälfte einer Zinsfälligkeit), kann bei dem Kündigungsschutz des Mietengesetzes unterliegenden Mietverhältnissen eine Räumungsklage nicht gestützt werden.Auf eine Vereinbarung, die über den Tatbestand des Paragraph 1118, ABGB hinausgeht (fristlose Kündigung bei Rückstand von nur mehr als der Hälfte einer Zinsfälligkeit), kann bei dem Kündigungsschutz des Mietengesetzes unterliegenden Mietverhältnissen eine Räumungsklage nicht gestützt werden.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 988/35
Entscheidungstext OGH 03.01.1936 1 Ob 988/35
Auch; Beisatz: Gerichtlicher Vergleich, demzufolge der Vermieter einer mietengschützten Wohnung für den Fall, als der Mieter mit der Zahlung auch nur einer einzigen der künftig fällig werdenden Mietzinsraten in Verzug geriete, berechtigt sein soll, sofort nach Eintritt des Verzuges einen Delogierungsantrag einzubringen. (T1) Veröff: SZ 18/4
- 1 Ob 372/53
Entscheidungstext OGH 29.04.1953 1 Ob 372/53
Veröff: MietSlg 3320/16
- 3 Ob 419/57
Entscheidungstext OGH 04.09.1957 3 Ob 419/57
- 5 Ob 293/71
Entscheidungstext OGH 10.11.1971 5 Ob 293/71
Veröff: MietSlg 23452
- 2 Ob 522/84
Entscheidungstext OGH 18.02.1986 2 Ob 522/84
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0021110
Zuletzt aktualisiert am
17.09.2008
Dokumentnummer
JJR_19530429_OGH0002_0010OB00372_5300000_001