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Rechtssatz RS0027567

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0027567

Geschäftszahl

2Ob5/78 (2Ob6/78); 1Ob16/17k

Entscheidungsdatum

27.02.2017

Rechtssatz

Der Gesetzgeber hat an die Verletzung eines Gesetzes, das den zufälligen Beschädigungen vorzubeugen sucht (Paragraph 1311, ABGB), besondere Rechtsfolgen geknüpft und damit die Schutzgesetzverletzung zu einer besonderen - positivrechtlichen - Kategorie innerhalb des deliktischen Bereiches gemacht. Paragraph 1311, ABGB wäre nicht vollziehbar, könnte nicht zwischen Schutzgesetzverletzungen und Verletzungen anderer, nicht konkret umschriebener Verhaltensgebote unterschieden werden.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 5/78
    Entscheidungstext OGH 06.07.1978 2 Ob 5/78
    Veröff: SZ 51/109 = RZ 1979/67 S 232
  • 1 Ob 16/17k
    Entscheidungstext OGH 27.02.2017 1 Ob 16/17k
    Auch; Beisatz: Hier: § 43 Abs 3 WKG stellt kein Schutzgesetz im Sinne des § 1311 ABGB dar, weil konkrete und eindeutige Verhaltensanordnungen oder ‑verbote nicht enthalten sind, sondern lediglich in ganz allgemeiner Formulierung die Vertretung der fachlichen Interessen der Mitglieder im Zusammenhang mit bestimmten Zielen anordnet. (T1)
    Beisatz: Hier: Stilllegung einer Baustelle („Baustopp“) wegen anonymer Anzeige. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0027567

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2017

Dokumentnummer

JJR_19780706_OGH0002_0020OB00005_7800000_002