Rechtssatz RS0028160
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0028160
Geschäftszahl
4Ob109/52; 4Ob178/57; 4Ob11/76
Entscheidungsdatum
23.03.1976
Norm
ABGB §1159
AngG §17 VI
ArbUrlG §3
Rechtssatz
Der Grundsatz, daß der Dienstgeber dem Angestellten nicht einseitig den Urlaub während einer verhältnismäßig kurzen Kündigungsfrist aufzwingen kann, gilt bei Zugeständnis einer bezahlten Freizeit, die ein Mehrfaches des Gebührenurlaubes ausmacht (durch Verzicht auf die Dienstleistung während der Kündigungsfrist), selbst dann nicht, wenn in einem früheren Zeitpunkt ein Urlaubsanliegen aus betrieblichen Gründen abgelehnt wurde.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 109/52
Entscheidungstext OGH 28.10.1952 4 Ob 109/52
Veröff: Ind 1953 1-2,2
- 4 Ob 178/57
Entscheidungstext OGH 18.03.1958 4 Ob 178/57
Veröff: Arb 6849 = SozM IA/c,84
- 4 Ob 11/76
Entscheidungstext OGH 23.03.1976 4 Ob 11/76
Vgl aber; Beisatz: Maßgebend ist nicht, ob der Arbeitgeber tatsächlich eine Arbeitsleistung erhielt, sondern ob sein Verlangen nach Verbrauch des Urlaubs durch den Arbeitnehmer während der Kündigungsfrist gerechtfertigt war. (T1) Veröff: EvBl 1976/248 S 549 = Arb 9462 = IndS 1977 1,1020
Schlagworte
SW: Termin, Antritt, Urlaubsgesetz, Urlaubsentschädigung,
Konsumierung, Auflösung des Dienstverhältnisses, Ende, Beendigung,
Dienstverhältnis, Arbeitgeber
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0028160
Dokumentnummer
JJR_19521028_OGH0002_0040OB00109_5200000_001