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Rechtssatz RS0028674

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0028674

Entscheidungsdatum

26.02.2019

Norm

ABGB §1162b
AngG §29 II4
UrlG §9

Rechtssatz

Der Urlaubsentschädigungsanspruch gelangt nur insoweit zur Entstehung, als Anrechnungstatbestände nicht entgegenstehen. Wird daher für einen nicht verbrauchten Urlaub eines während des Laufes der Kündigungsfrist beginnenden neuen Urlaubsjahrs gemäß Paragraph 9, UrlG in Verbindung mit Paragraph 29, Absatz eins, AngG eine Urlaubsentschädigung als Teil der Kündigungsentschädigung geltend gemacht, muß sich der Dienstnehmer auf diesen Anspruch einen für dieselbe Zeit gegen den neuen Dienstnehmer gebührenden Naturalurlaub anrechnen lassen, da er sonst für dieselbe Zeit (volle) Urlaubsansprüche und Geldersatzansprüche hätte und dadurch bereichert wäre, was die Paragraphen 1162, b ABGB und Paragraph 29, AngG gerade verhindern wollen (Paragraph 48, ASGG).

Entscheidungstexte

  • 9 ObS 3/91
    Entscheidungstext OGH 27.02.1991 9 ObS 3/91
    Veröff: RdW 1991,240 = WBl 1991,297
  • 8 ObS 250/98t
    Entscheidungstext OGH 24.06.1999 8 ObS 250/98t
    Auch; Veröff: SZ 72/107
  • 8 ObS 2/18d
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 8 ObS 2/18d
    Vgl

Schlagworte

Arbeitnehmer, Entschädigung, Schadenersatz, Ersatzpflicht, Ersatzanspruch, Einrechnung, vorzeitige Auflösung, Ende, Beendigung, Austritt, Entlassung, Angestellte, Anrechnung, Berechnung, Bemessung, Höhe

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0028674

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.04.2019

Dokumentnummer

JJR_19910227_OGH0002_009OBS00003_9100000_002