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Rechtssatz RS0029693×

Rechtssatz RS0029693

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0029693

Geschäftszahl

9ObA191/91

Entscheidungsdatum

06.11.1991

Rechtssatz

Die Vertretungsbefugnis des Vorstandes des Sozialversicherungsträgers ist im Falle der Entlassung des leitenden Arztes durch die nach dem Gesetz (Paragraph 438, Absatz eins, Ziffer 3, ASVG) vorgesehene Einholung des Einverständnisses des Überwachungsausschlusses eingeschränkt. Eine Satzungsbestimmung nach Paragraph 453, Absatz 3, ASVG berechtigt den Obmann nicht, die Entlassung des suspendierten leitenden Arztes aufgrund eines auf Entlassung lautenden Disziplinarerkenntnisses ohne vorherige Befassung von Vorstand (mangels Gefahr im Verzug) und Überwachungsausschuß (mangels Anwendbarkeit der Bestimmung auf derartige Angelegenheiten) auszusprechen. Eine Sanierung durch nachträgliche Genehmigung kommt im Hinblick auf die unmittelbare Gestaltungswirkung und die Bedingungsfeindlichkeit der Entlassungserklärung nicht in Frage.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 191/91
    Entscheidungstext OGH 06.11.1991 9 ObA 191/91
    Veröff: RdW 1992,248 = SZ 64/154 = WBl 1992,160

Schlagworte

SW: Angestellte, Auflösung, Suspendierung, Dienstverhältnis, Arbeitsverhältnis, Ende, Beendigung, Legitimation, Berechtigung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0029693

Dokumentnummer

JJR_19911106_OGH0002_009OBA00191_9100000_002