Rechtssatz RS0031361
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0031361
Entscheidungsdatum
23.02.2005
Rechtssatz
Rechtzeitigkeit der Entlassungserklärung, wenn Dienstgeber (des öffentlichen Rechts) das Ergebnis des gegen den in Haft genommenen Dienstnehmer eingeleiteten Strafverfahrens abwartet.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 85/55
Entscheidungstext OGH 12.07.1955 4 Ob 85/55
Veröff: Arb 6282 = SozM ID,87
- 4 Ob 93/77
Entscheidungstext OGH 06.09.1977 4 Ob 93/77
Auch; Veröff: Arb 9606 = IndS 1978 H3,1103
- 9 ObA 180/98f
Entscheidungstext OGH 19.08.1998 9 ObA 180/98f
Vgl; Beisatz: Dem Dienstgeber steht es bei zweifelhaften Sachverhalten frei, mit dem Ausspruch der Entlassung bis zur Klärung der maßgebenden Tatumstände in einem gegen den Dienstnehmer geführten Strafverfahren zuzuwarten. (T1)
- 9 ObA 18/99h
Entscheidungstext OGH 05.05.1999 9 ObA 18/99h
- 9 ObA 54/02k
Entscheidungstext OGH 13.03.2002 9 ObA 54/02k
Vgl; Beisatz: Hier: Zuwarten bis zur Erledigung des Strafverfahrens führte zur Verwirkung des Entlassungsrechtes, da ein zweifelhafter Sachverhalt nicht vorlag (im internen Disziplinarverfahren wurde wissentlicher Befugnismissbrauch festgestellt, der Arbeitnehmer wurde dennoch wieder in den Dienst gestellt und in der Folge für seine Leistungen belobt). (T2)
- 9 ObA 106/04k
Entscheidungstext OGH 23.02.2005 9 ObA 106/04k
Vgl auch
Schlagworte
Arbeitgeber, Arbeitnehmer
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0031361
Zuletzt aktualisiert am
11.04.2024
Dokumentnummer
JJR_19550712_OGH0002_0040OB00085_5500000_001