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Rechtssatz RS0031764×

Rechtssatz RS0031764

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0031764

Entscheidungsdatum

16.10.1997

Rechtssatz

Die beanstandete Äußerung bezichtigt den Kläger des Neonazismus, also der Propagierung nationalsozialistischer Maßnahmen und Zielsetzungen und damit eines konkreten, im Sinne des Paragraph 3, g VG strafbaren Verhaltens. Ein solcher Vorwurf ist aber sehr wohl eine wertende Tatsachenbehauptung, die ihrer allgemeinen Natur nach objektiv überprüfbar ist, mag auch nur von "Wünschen" und "Wollen" die Rede sein.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 40/93
    Entscheidungstext OGH 04.05.1993 4 Ob 40/93
  • 4 Ob 171/93
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 171/93
    Vgl aber; Beisatz: Fehlt jeder Anhaltspunkt, welchen der möglichen Bedeutungsinhalte des Begriffes "Nazijournalismus" der Beklagte nach dem Verständnis der Zuhörer seiner Kritik zugrunde gelegt hat, schließt das eine Beurteilung als "konkludente Tatsachenbehauptung" aus. (T1)
  • 6 Ob 32/95
    Entscheidungstext OGH 09.11.1995 6 Ob 32/95
    Vgl aber; Beis wie T1; Beisatz: Hier: "Nazi". (T2)
  • 6 Ob 176/97v
    Entscheidungstext OGH 16.10.1997 6 Ob 176/97v
    Beisatz: Hier: "Nazi-Wiederbetätiger" (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0031764

Dokumentnummer

JJR_19930504_OGH0002_0040OB00040_9300000_001