Rechtssatz RS0031849
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0031849
Entscheidungsdatum
29.11.2016
Rechtssatz
Fehlt jeder Anhaltspunkt, welchen der möglichen Bedeutungsinhalte des Begriffes "Nazijournalismus" der Beklagte nach dem Verständnis der Zuhörer seiner Kritik zugrunde gelegt hat, schließt das eine Beurteilung als "konkludente Tatsachenbehauptung" aus.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 171/93
Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 171/93
- 6 Ob 14/01d
Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 14/01d
Vgl auch; Beisatz: Von ehrverletzenden Tatsachenbehauptungen kann immer nur dann die Rede sein, wenn der Äußerung ein überprüfbarer Sachverhalt zu Grunde liegt. Der Täter muss dem Verletzten einen konkreten Verhaltensvorwurf machen. (T1)
Beisatz: Hier: Brutalo-Faschist. (T2)
- 6 Ob 66/16y
Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 66/16y
Vgl; Beisatz: Hier: Verwendung des Ausdrucks „Altnaziverein“ ‑ weder reine noch konkludente Tatsachenbehauptung. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0031849
Zuletzt aktualisiert am
30.03.2017
Dokumentnummer
JJR_19931214_OGH0002_0040OB00171_9300000_002