Rechtssatz RS0031912
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0031912
Geschäftszahl
3Ob736/54; 7Ob56/69; 6Ob611/87; 6Ob328/00d; 9ObA32/06f
Entscheidungsdatum
29.03.2006
Rechtssatz
Der Anspruch auf Widerruf setzt nicht nur Rechtswidrigkeit voraus, sondern überdies ein Fortwirken der Beeinträchtigung.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 736/54
Entscheidungstext OGH 12.01.1955 3 Ob 736/54
Veröff: EvBl 1955/411 S 675
- 7 Ob 56/69
Entscheidungstext OGH 30.04.1969 7 Ob 56/69
- 6 Ob 611/87
Entscheidungstext OGH 09.07.1987 6 Ob 611/87
Vgl; Beisatz: Fahrlässigkeit (T1) Veröff: SZ 60/138 = MR 1987,171 = EvBl 1988/32 S 209
- 6 Ob 328/00d
Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 328/00d
nur: Der Anspruch auf Widerruf setzt ein Fortwirken der Beeinträchtigung voraus. (T2) Beisatz: Der Widerrufsanspruch setzt ein Fortwirken der abträglichen Meinung über den Verletzten voraus (so bereits 6 Ob 211/97s). (T3) Beisatz: Hier: Dass seit den inkriminierten Äußerungen mehr als drei Jahre verstrichen sind, führt für sich allein - ohne Hinzutreten weiterer Umstände, die für eine bereits erfolgte Beseitigung der abträglichen Meinung über die Verletzten sprechen könnten - nicht schon zur Verneinung dieses Fortwirkens, weil anderenfalls schon jede etwas längere Verfahrensdauer den Widerrufsanspruch obsolet machte. (T4)
- 9 ObA 32/06f
Entscheidungstext OGH 29.03.2006 9 ObA 32/06f
Beisatz: Auch der Widerrufsanspruch setzt die Rechtswidrigkeit des Eingriffs voraus. (T5)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0031912
Dokumentnummer
JJR_19550112_OGH0002_0030OB00736_5400000_002