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Rechtssatz RS0033947

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0033947

Geschäftszahl

12Os26/87

Entscheidungsdatum

03.12.1987

Rechtssatz

Aus der zivilrechtlichen Rückwirkung der Aufrechnungserklärung (Paragraph 1438, ABGB ) folgt keineswegs, daß eine nach Vollendung eines Vermögensdeliktes entstandene und die Höhe des deliktischen Schadens erreichende Forderung des Täters gegen das Opfer im Falle nachträglicher aufrechnungsweiser Befriedigung der wechselseitigen Ansprüche einen rückwirkenden Wegfall des Deliktsschadens bewirkt, zumal der österreichischen Rechtsordnung ein solcher fiktiver Effekt nachträglicher Schadensgutmachung als für die Subsumtion relevante Beseitigung eines bereits herbeigeführten Deliktsmerkmals völlig fremd ist.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 26/87
    Entscheidungstext OGH 03.12.1987 12 Os 26/87

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0033947

Im RIS seit

03.12.1987

Zuletzt aktualisiert am

25.08.2025

Dokumentnummer

JJR_19871203_OGH0002_0120OS00026_8700000_001