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Rechtssatz RS0034039×

Rechtssatz RS0034039

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0034039

Entscheidungsdatum

23.09.2022

Norm

ABGB §1444 Da
MRG §18
MRG §19
MRG §42
WGG idF BGBl I 2009/25 §14

Rechtssatz

Ein Verzicht des Vermieters auf die Einhebung eines erhöhten Mietzinses, mit der Wirkung, dass der Vermieter den Ausfall aus eigenem zu tragen hat, ist zulässig. Dieser Verzicht wirkt, ebenso wie die Unterlassung der Einhebung des bewilligten höheren Mietzinses, nur inter partes, nicht aber gegenüber den anderen Mietern, denen gegenüber der Vermieter den vollen erhöhten Mietzins fiktiv gutzubringen hat. Eine derartige Vereinbarung ist somit auf das Mietzinserhöhungsverfahren gemäß Paragraphen 18, 19, MRG, dem alle Mieter als Parteien beizuziehen sind, ohne Einfluss.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 652/89
    Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 652/89
  • 5 Ob 1137/94
    Entscheidungstext OGH 22.11.1994 5 Ob 1137/94
    nur: Mietzinserhöhungsverfahren gemäß §§ 18, 19 MRG, dem alle Mieter als Parteien beizuziehen sind. (T1)
  • 5 Ob 115/20b
    Entscheidungstext OGH 21.07.2020 5 Ob 115/20b
    Vgl; Beisatz: Hier: Fiktive Anrechnung unterlassener, aber rechtskräftig bewilligter Einhebung von Erhaltungs‑ und Verbesserungsbeiträgen nach § 14 WGG. (T2)
  • 4 Ob 104/22f
    Entscheidungstext OGH 23.09.2022 4 Ob 104/22f
    Vgl; Beisatz: Hier: Die Exekutions‑ und Verfügungsbeschränkungen des § 42 MRG hindern nicht den Verzicht des Vermieters auf die Einhebung eines erhöhten Mietzinses. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0034039

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

16.11.2022

Dokumentnummer

JJR_19900117_OGH0002_0010OB00652_8900000_001