Rechtssatz RS0034530
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0034530
Geschäftszahl
8Ob51/78; 8Ob77/78; 8Ob86/78; 2Ob263/09d; 4Ob210/23w
Entscheidungsdatum
21.11.2023
Rechtssatz
Bei der Fortlaufhemmung ist der Zeitraum, während dessen die Verjährung gehemmt ist, in die Verjährungsfrist nicht einzurechnen; vielmehr muß nach dem Fortfall des Hemmungsgrundes der noch nicht abgelaufene Teil der Verjährungszeit abgelaufen sein, um die Verjährung herbeizuführen.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 51/78
Entscheidungstext OGH 29.03.1978 8 Ob 51/78
Veröff: SZ 51/35 = EvBl 1978/192 S 603
- 8 Ob 77/78
Entscheidungstext OGH 31.05.1978 8 Ob 77/78
- 8 Ob 86/78
Entscheidungstext OGH 14.06.1978 8 Ob 86/78
- 2 Ob 263/09d
Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 263/09d
Auch; Beisatz: In jenen Fällen, in denen die Verjährungsfrist zu einer Zeit beginnt, während der ein Hemmungsgrund andauert, bewirkt sie, dass der Fristlauf erst mit dessen Wegfall einsetzt. (T1)
- 4 Ob 210/23w
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.11.2023 4 Ob 210/23w
Beisatz wie T1
Beisatz: Hier: Aufgrund der von 22.3.2020 bis einschließlich 30.4.2020 angeordneten Fortlaufshemmung gemäß § 2 1. COVID-19-JuBG wird die Verjährungsfrist für die vor der Klagseinbringung angefallenen Zinsen um 40 Tage verlängert. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0034530
Zuletzt aktualisiert am
16.01.2024
Dokumentnummer
JJR_19780329_OGH0002_0080OB00051_7800000_001