Rechtssatz RS0035065
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0035065
Geschäftszahl
3Ob545/80; 7Ob19/83; 1Ob2151/96x; 1Ob94/06i; 5Ob225/08m; 7Ob75/17f
Entscheidungsdatum
14.06.2017
Norm
EGZPO ArtXLIII
ZPO §405 DIIIb
Rechtssatz
Das Begehren auf Vorlage einer Urkunde ist ein Minus gegenüber dem Begehren auf Übergabe der nämlichen Urkunde. Das Begehren auf Vorlage einer Urkunde (Art XLIII EGZPO) unterscheidet sich vom Herausgabebegehren dadurch, dass sich die Vorlage in der Einsichtgewährung erschöpft. Die Urkunde muss dem Kläger zugänglich gemacht und ihm eine Abschrift oder Fotokopie gewährt werden.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 545/80
Entscheidungstext OGH 11.03.1981 3 Ob 545/80
- 7 Ob 19/83
Entscheidungstext OGH 22.09.1983 7 Ob 19/83
- 1 Ob 2151/96x
Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 2151/96x
Auch
- 1 Ob 94/06i
Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 94/06i
Vgl; Beisatz: Das Begehren auf Ausfolgung von Fotokopien einer Urkunde ist einer Urkundeneinsicht nach deren Vorlage gleichzuhalten; auch dieses Begehren findet in Art XLIII EGZPO Deckung. (T1); Veröff: SZ 2006/74
- 5 Ob 225/08m
Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 225/08m
Vgl; Beisatz: Auf welche Art und Weise die Urkundenvorlage zu erfolgen hat, wird sich regelmäßig an der Beschaffenheit und dem Umfang der betreffenden Urkunde sowie am legitimen Zweck der Urkundeneinsicht und damit typischerweise an den Umständen des Einzelfalls orientieren müssen. (T2)
- 7 Ob 75/17f
Entscheidungstext OGH 14.06.2017 7 Ob 75/17f
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0035065
Zuletzt aktualisiert am
11.08.2017
Dokumentnummer
JJR_19810311_OGH0002_0030OB00545_8000000_001