Rechtssatz RS0035191
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0035191
Entscheidungsdatum
22.10.1998
Rechtssatz
Wird während eines Passivprozesses eine Personengesellschaft ohne Gesamtrechtsnachfolge voll beendet, liegt in der "Richtigstellung" der Parteibezeichnung durch das Gericht auf die im Zeitpunkt der Vollbeendigung vorhandenen Gesellschafter eine unzulässige Klagsänderung. Das Verfahren ist mit der vollbeendeten Gesellschaft zu Ende zu führen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 551/89
Entscheidungstext OGH 15.03.1989 1 Ob 551/89
Veröff: WBl 1990,83 = SZ 62/43 = GesRZ 1990,153; hiezu Mahr GesRZ 1990,148
- 8 Ob 652/88
Entscheidungstext OGH 29.06.1989 8 Ob 652/88
Auch; Beisatz: Die Prüfung der Parteifähigkeit und des etwaigen Vorliegens einer Gesamtrechtsnachfolge ist freilich vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. (T1) Veröff: RdW 1990,11 = WBl 1990,85 = SZ 62/127 = GesRZ 1990,156; hiezu Mahr GesRZ 1990,148
- 8 ObA 2344/96f
Entscheidungstext OGH 22.10.1998 8 ObA 2344/96f
Verstärkter Senat; Gegenteilig; Beisatz: So bereits 8 Ob 652/88 (SZ 62/127 = GesRZ 1990, 156, 8 Ob 6/94 vom 25. 11.1994 = GesRZ 1995, 53, betreffend eine GmbH & Co KG; 8 ObA 207/95 vom 9. 2. 1995, betreffend eine GmbH und 8 Ob 8/95 vom 29. 6.1995 = ecolex 1995, 887, betreffend einen Verein sowie 9 ObA 17/96 vom 28.2.1996. (T2); Beisatz: Wird die beklagte Kapitalgesellschaft während eines anhängigen Prozesses gelöscht, ist das Verfahren auf Begehren des Klägers fortzusetzen. Strebt der Kläger hingegen nicht die Fortsetzung des Verfahrens gegen die gelöschte Gesellschaft an, ist die Klage zurückzuweisen und das bisherige Verfahren für nichtig zu erklären. (T3) Veröff: SZ 71/175
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0035191
Dokumentnummer
JJR_19890315_OGH0002_0010OB00551_8900000_001