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Rechtssatz RS0035617×

Rechtssatz RS0035617

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0035617

Geschäftszahl

8Ob630/85

Entscheidungsdatum

24.10.1985

Rechtssatz

Bei dem Auftrag des Gerichts an den Anwalt, die schriftliche Vollmachtsurkunde vorzulegen, handelt es sich weder um eine Maßnahme zur Beseitigung eines Mangels der Prozeßfähigkeit, der gesetzlichen Vertretung oder der etwa erforderlichen besonderen Ermächtigung zur Prozeßführung im Sinne des Paragraph 6, Absatz 2, ZPO noch um eine Maßnahme zur Verbesserung von Schriftsätzen im Sinne der Paragraphen 84, 85, ZPO; der Auftrag hat seine rechtliche Grundlage in der im Paragraph 37, Absatz eins, ZPO normierten Verpflichtung des Gerichtes, einen allfälligen Mangel der Vollmacht in jeder Lage des Rechtsstreites von Amts wegen zu berücksichtigen. Im Zusammenhang damit ist den Bestimmungen der ZPO (insbesondere im Paragraph 37, ZPO) keine Rechtsmittelbeschränkung zu entnehmen, sodaß im Sinne des Paragraph 514, Absatz eins, ZPO die Entscheidung des Rekursgerichtes abgesondert anfechtbar ist.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 630/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 630/85

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0035617

Dokumentnummer

JJR_19851024_OGH0002_0080OB00630_8500000_001