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Rechtssatz RS0036686

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0036686

Geschäftszahl

1Ob287/49; 6Ob309/61; 8Ob46/20b

Entscheidungsdatum

25.08.2020

Rechtssatz

Im Anwaltsprozeß muß lediglich die erste Ladung zur mündlichen Verhandlung die Belehrung über den Anwaltszwang enthalten. Es besteht jedoch keine Verpflichtung zu neuerlicher Belehrung nach Vollmachtskündigung.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 287/49
    Entscheidungstext OGH 03.05.1950 1 Ob 287/49
    Veröff: SZ 23/125
  • 6 Ob 309/61
    Entscheidungstext OGH 28.09.1961 6 Ob 309/61
  • 8 Ob 46/20b
    Entscheidungstext OGH 25.08.2020 8 Ob 46/20b
    Beisatz: Gemäß § 131 Abs 2 ZPO muss im Anwaltsprozess nur die erste Ladung zur mündlichen Verhandlung, sofern dieselbe nicht bereits an einen Rechtsanwalt ergeht, auch die Aufforderung enthalten, rechtzeitig einen Rechtsanwalt als Vertreter zu bestellen, und den Parteien bekanntzugeben, welche Nachteile das Gesetz mit der Nichtbestellung eines Rechtsanwalts und mit dem Versäumen der Tagsatzung verbindet. (T1)
    Beisatz: § 396 Abs 4 ZPO steht einer Bevollmächtigung eines Rechtsanwalts während der Tagsatzung, zu der die Partei trotz Anwaltspflicht alleine erschien, wodurch bereits Säumnis eintrat, im Sinne eines Nachholens gemäß § 145 Abs 2 ZPO entgegen. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0036686

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.10.2020

Dokumentnummer

JJR_19500503_OGH0002_0010OB00287_4900000_002