Rechtssatz RS0040061
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0040061
Entscheidungsdatum
28.01.2021
Rechtssatz
Die strafgerichtliche Verurteilung bindet das Amtshaftungsgericht bei der Beurteilung von Ersatzansprüchen dann nicht, wenn aus diesem Urteil Ersatzansprüche abgeleitet werden.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 27/90
Entscheidungstext OGH 19.12.1990 1 Ob 27/90
Veröff: SZ 63/223 = JBl 1992,49
- 1 Ob 3/92
Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 3/92
Vgl; Beisatz: Das Amtshaftungsgericht ist an die, einer rechtskräftigen Entscheidung eines Gerichtes zugrunde liegenden Tatsache im Vorverfahren über die Befangenheit des Richters und die Nichtigerklärung des Vorverfahrens gebunden, muß aber jedenfalls das Verschulden im Verhalten des Richters im Vorverfahren als Organ des Rechtsträgers ebenso selbständig prüfen wie die Tatsache, ob den Kläger (bereits) ein Schaden entstanden ist. (T1) Veröff: SZ 65/125
- 1 Ob 235/03w
Entscheidungstext OGH 16.12.2003 1 Ob 235/03w
Vgl auch; Beisatz: Amtshaftungsansprüche können grundsätzlich auch aus einem rechtskräftigen strafgerichtlichen Urteil abgeleitet werden. (T2)
- 6 Ob 238/12m
Entscheidungstext OGH 19.12.2012 6 Ob 238/12m
Vgl auch; Beisatz: Hier: Bindung an die Enthebung des Sachverständigen im Vorverfahren. (T3)
- 1 Ob 240/20f
Entscheidungstext OGH 28.01.2021 1 Ob 240/20f
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0040061
Zuletzt aktualisiert am
09.03.2021
Dokumentnummer
JJR_19901219_OGH0002_0010OB00027_9000000_002