Rechtssatz RS0040068
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0040068
Geschäftszahl
10Os149/84; 14Os1/88; 15Os95/90
Entscheidungsdatum
04.09.1990
Rechtssatz
Die Bindungswirkung eines Strafurteils (vgl § 295 Abs 1 StPO) erstreckt sich beim Ausspruch mehrerer alternativer Qualifikationen (hier: des § 84 Abs 1 StGB) deren Unanfechtbarkeit entsprechend (siehe dazu Nowakowski in RZ 1982, Heft 6, S 125) auch gegenüber dem Zivilgericht (§ 268 ZPO) lediglich darauf, daß eine durch schwere Folgen qualifizierte Körperverletzung vorliegt.Die Bindungswirkung eines Strafurteils vergleiche Paragraph 295, Absatz eins, StPO) erstreckt sich beim Ausspruch mehrerer alternativer Qualifikationen (hier: des Paragraph 84, Absatz eins, StGB) deren Unanfechtbarkeit entsprechend (siehe dazu Nowakowski in RZ 1982, Heft 6, S 125) auch gegenüber dem Zivilgericht (Paragraph 268, ZPO) lediglich darauf, daß eine durch schwere Folgen qualifizierte Körperverletzung vorliegt.
Entscheidungstexte
- 10 Os 149/84
Entscheidungstext OGH 13.11.1984 10 Os 149/84
Veröff: EvBl 1985/106 S 529 = SSt 55/79
- 14 Os 1/88
Entscheidungstext OGH 03.10.1988 14 Os 1/88
Vgl auch; Beisatz: Bei Wertqualifikationen bezieht sich die Bindung nur auf die Überschreitung der Wertgrenze an sich. (T1)
- 15 Os 95/90
Entscheidungstext OGH 04.09.1990 15 Os 95/90
Vgl; Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0040068
Dokumentnummer
JJR_19841113_OGH0002_0100OS00149_8400000_001