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Rechtssatz RS0045145×

Rechtssatz RS0045145

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0045145

Geschäftszahl

4Ob570/69; 1Ob125/70; 1Ob311/71; 3Ob519/76; 1Ob601/76; 1Ob613/76; 8Ob556/76; 1Ob740/79; 8Ob622/85

Entscheidungsdatum

11.12.1985

Rechtssatz

Die von den Parteien einverständlich vorgenommene Rechtswahl ist ein Vertrag. Die Parteien können aber in einem internationalen Fall kein originäres Recht setzen. Das mit der Sache befaßte Gericht hat vielmehr nach dem für das Gericht maßgebenden internationalen Privatrecht seines Landes zu untersuchen, welches Recht - einheimisches oder fremdes - auf den Fall anzuwenden ist, und sodann zu prüfen, ob und in welchem Umfange die somit zuständige Rechtsordnung es dem Individuum oder den Parteien überläßt, ein anderes Recht zu wählen. Nach diesem somit zuständigen Recht ist daher auch die Frage zu beurteilen, ob eine gültige Vereinbarung über die Anwendung eines fremden Rechts zustande gekommen ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 570/69
    Entscheidungstext OGH 14.10.1969 4 Ob 570/69
    Veröff: SZ 42/152 = JBl 1971,91 (mit kritischer Stellungsnahme von Hoyer) = EvBl 1970/35 S 67; hiezu kritisch Pfersmann EvBl 1973,317 Punkt Rd
  • 1 Ob 125/70
    Entscheidungstext OGH 18.06.1970 1 Ob 125/70
    Veröff: JBl 1971,39
  • 1 Ob 311/71
    Entscheidungstext OGH 17.12.1971 1 Ob 311/71
    Veröff: ÖBl 1972,113
  • 3 Ob 519/76
    Entscheidungstext OGH 30.03.1976 3 Ob 519/76
    Veröff: ZfRV 1977,230 mit Glosse von Hoyer
  • 1 Ob 601/76
    Entscheidungstext OGH 26.05.1976 1 Ob 601/76
    Vgl auch; nur: Die von den Parteien einverständlich vorgenommene Rechtswahl ist ein Vertrag. (T1) Veröff: ÖBl 1977,4
  • 1 Ob 613/76
    Entscheidungstext OGH 16.06.1976 1 Ob 613/76
    Vgl; Beisatz: Den Parteien steht dort wo die Rechtsordnung die Parteiendisposition zuläßt, auch frei, das anzuwendende Recht zu wählen. (T2) Veröff: JBl 1977,593 = ZfRV 1979,213 (Glosse von Schwimann)
  • 8 Ob 556/76
    Entscheidungstext OGH 16.02.1977 8 Ob 556/76
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Anwendung österreichischer Kollisionsnormen über das vertragliche Schuldrecht bei Beurteilung der Frage, ob eine gültige Vereinbarung über die Anwendung eines fremden Rechtes zwischen Inländer und Ausländer im Ausland erfolgte. (T3) Veröff: EvBl 1977/244 S 580
  • 1 Ob 740/79
    Entscheidungstext OGH 27.08.1980 1 Ob 740/79
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Die Annahme der Rechtswahl ist nur gerechtfertigt, wenn die Parteien ihrem Vorbringen inländisches Recht zugrundegelegt und die Feststellung, daß österreichisches Recht anzuwenden sei, unbekämpft gelassen hätten. (T4)
  • 8 Ob 622/85
    Entscheidungstext OGH 11.12.1985 8 Ob 622/85
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Schon vor dem Inkrafttreten des IPR - Gesetzes. Dies war bis zum Ende der mündlichen Streitverhandlung der letzten Tatsacheninstanz möglich. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0045145

Dokumentnummer

JJR_19691014_OGH0002_0040OB00570_6900000_001