Rechtssatz RS0046574
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0046574
Entscheidungsdatum
11.02.2019
Rechtssatz
Das Vorliegen eines gesetzlichen Gerichtsstandes im Inland markiert eine gewisse Inlandsbeziehung, deren Ausreichen für die Rechtfertigung der inländischen Jurisdiktion primär zu prüfen, im Fall der Verneinung aber durch eine weitere Inlandsbeziehung ergänzungsbedürftig ist.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 550/92
Entscheidungstext OGH 24.11.1992 4 Ob 550/92
Veröff: RdW 1993,111 = ecolex 1993,322 = WBl 1993,194 = ZfRV 1993,210
- 4 Nd 507/96
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Nd 507/96
Beisatz: Aus der Verneinung des Vermögensgerichtsstandes folgt nicht zwangsläufig die Verneinung der inländischen Gerichtsbarkeit; das in einem inländischen Gerichtsstand liegende Indiz für das Vorliegen inländischer Gerichtsbarkeit kann durch eine andere Inlandsbeziehung ersetzt werden. (T1)
- 7 Ob 224/97k
Entscheidungstext OGH 09.06.1998 7 Ob 224/97k
Beisatz: § 27a JN war gemäß Art XXXII Z 8 WGN 1997 hier noch nicht anwendbar. (T2)
- 6 Nc 1/19b
Entscheidungstext OGH 11.02.2019 6 Nc 1/19b
Vgl auch; Beisatz: Dass der Vermögensgerichtsstand nach § 99 JN verneint wurde, schließt eine Ordination nach § 28 JN nicht aus, wurde damit doch noch nicht zwingend ein Inlandsbezug verneint. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0046574
Zuletzt aktualisiert am
10.04.2019
Dokumentnummer
JJR_19921124_OGH0002_0040OB00550_9200000_002