Rechtssatz RS0048160
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0048160
Entscheidungsdatum
14.09.2022
Rechtssatz
Ist der bestreitungsberechtigte Ehemann einmal in Kenntnis solcher Umstände, die einen vernünftigen, an der Klärung familienrechtlicher Verhältnisse Interessierten seine Vaterschaft zu einem von seiner Ehefrau geborenen Kind unwahrscheinlich erscheinen lassen müssen, obliegt ihm auch die Sammlung der Beweismittel zur Widerlegung der Vaterschaftsvermutung.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 700/83
Entscheidungstext OGH 23.06.1983 6 Ob 700/83
- 7 Ob 639/88
Entscheidungstext OGH 22.09.1988 7 Ob 639/88
Auch; Beisatz: Trotz ernster Zweifel an der Vaterschaft wurde die vielleicht noch notwendige restliche Aufklärung nicht aus Unkenntnis, sondern bewußt unterlassen. (T1)
- 8 Ob 120/11x
Entscheidungstext OGH 26.07.2012 8 Ob 120/11x
Auch
- 6 Ob 208/16f
Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 208/16f
Vgl auch; Beisatz: Die zeitliche Beschränkung der Möglichkeit, eine Vaterschaft anzufechten, ist verfassungsrechtlich unbedenklich (so bereits 8 Ob 120/11x). (T2)
- 1 Ob 137/22m
Entscheidungstext OGH 14.09.2022 1 Ob 137/22m
Beisatz: Hier: Ausreichende Verdachtsmomente und Möglichkeit der Einholung einer DNA‑Analyse. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0048160
Zuletzt aktualisiert am
14.11.2022
Dokumentnummer
JJR_19830623_OGH0002_0060OB00700_8300000_001