Rechtssatz RS0049220
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0049220
Geschäftszahl
2Ob356/74; 6Ob28/08y; 12Os117/12s (12Os118/12p)
Entscheidungsdatum
30.01.2014
Rechtssatz
a) Die von allen Aktionären beschlossene Entlastung des Vorstands wirkt wie ein Verzicht auf Ersatzansprüche oder das Anerkenntnis des Nichtbestehens derartiger Ansprüche.
b) Einer juristischen Person darf mit ihren sämtlichen Mitgliedern geschlossener Vergleich dann entgegengehalten werden, wenn die Ausnutzung der rechtlichen Verschiedenheit einen Rechtsmissbrauch darstellt.
BGH vom 12.03.1959, II ZR 180/57; Veröff: NJW 1959,1082BGH vom 12.03.1959, römisch zwei ZR 180/57; Veröff: NJW 1959,1082
Entscheidungstexte
- 2 Ob 356/74
Entscheidungstext OGH 03.07.1975 2 Ob 356/74
nur: a) Die von allen Aktionären beschlossene Entlastung des Vorstands wirkt wie ein Verzicht auf Ersatzansprüche oder das Anerkenntnis des Nichtbestehens derartiger Ansprüche. (T1) Veröff: SZ 48/79 = EvBl 1976/66 S 129 = GesRZ 1976,26; hiezu Kastner GesRZ 1975,106
- 6 Ob 28/08y
Entscheidungstext OGH 08.05.2008 6 Ob 28/08y
Vgl; Beisatz: Durch die Erteilung der Entlastung billigt die Hauptversammlung für eine abgelaufene Periode pauschal die Geschäftsführung und ihre Kontrolle durch die dazu berufenen Gesellschaftsorgane. (T2)
- 12 Os 117/12s
Entscheidungstext OGH 30.01.2014 12 Os 117/12s
Vgl auch; Beisatz: Der Einwand, wonach nicht die Aktiengesellschaft, sondern die Alleinaktionärin Trägerin des von § 153 StGB geschützten Rechtsguts sei, setzt sich über die Rechtssubjektivität der Aktiengesellschaft hinweg (§ 1 AktG). (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0049220
Zuletzt aktualisiert am
20.03.2014
Dokumentnummer
JJR_19750703_OGH0002_0020OB00356_7400000_014