Rechtssatz RS0049351
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0049351
Entscheidungsdatum
21.12.2017
Rechtssatz
Eine nachträgliche Satzungsänderung:
a) auf Vinkulierung von Namensaktien;
b) auf Vereinigung von Aktien, ohne daß es sich um eine Kapitalsherabsetzung handelt;
bedarf der Zustimmung aller betroffenen Aktionäre. Dem diesbezüglich überstimmten Aktionär steht eine Klage auf Feststellung der Unwirksamkeit des Hauptversammlungsbeschlusses offen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 38/67
Entscheidungstext OGH 17.05.1967 1 Ob 38/67
Veröff: SZ 40/73 = EvBl 1968/43 S 71 = JBl 1968,318 = RZ 1967,166
- 6 Ob 4/15d
Entscheidungstext OGH 27.04.2015 6 Ob 4/15d
Auch; Beisatz: Im Hinblick auf die erfolgte Gesetzesänderung durch das EU-GesRÄG 1996, die mit dieser Änderung deutlich hervorgekommene gesetzgeberische Wertung und die seitdem praktisch einhellige Meinung in der Literatur hält der Oberste Gerichtshof an der bereits in den Entscheidungen 1 Ob 38/67 und 6 Ob 31/94 vertretenen Auffassung fest, wonach sowohl nachträgliche Vinkulierungen von Geschäftsanteilen als auch deren Verschärfung der Zustimmung aller Gesellschafter bedürfen. (T1)
- 6 Ob 104/17p
Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 104/17p
Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 2017/150
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0049351
Zuletzt aktualisiert am
26.07.2021
Dokumentnummer
JJR_19670517_OGH0002_0010OB00038_6700000_001