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Rechtssatz RS0049483×

Rechtssatz RS0049483

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0049483

Geschäftszahl

16Os19/91; 14Os82/91

Entscheidungsdatum

04.02.1992

Rechtssatz

Nach Paragraph 2, F-VG hat der Bund auch jenen Aufwand "zu tragen", der sich aus der Beiziehung von Dolmetschern durch eine Gemeindepolizei im Dienste der Strafjustiz (Artikel 10, Absatz eins, Ziffer 6, B-VG) ergibt. Diesfalls sind die Gebühren der Dolmetscher gemäß Artikel römisch fünf, EGVG in Verbindung mit Paragraph 24, VStG und Paragraph 53, a AVG in sinngemäßer Anwendung des GebAG durch die zuständigen Organe der Gemeinde zu bestimmen und auszuzahlen sowie vom Gericht auf deren Verlangen zu refundieren. Ein unmittelbar an das Gericht zu adressierender Gebührenanspruch hingegen steht den Dolmetschern dann, wenn sie von Sicherheitsbehörden bei Nachforschungen aus eigener Macht (Paragraph 24, StPO) also ohne gerichtlichen Auftrag beigezogen werden, gemäß Paragraph 25, Absatz eins, GebAG mangels eines gerichtlichen Auftrags nicht zu.

Entscheidungstexte

  • 16 Os 19/91
    Entscheidungstext OGH 17.05.1991 16 Os 19/91
    Veröff: EvBl 1992/11 S 32 = JBl 1992,334 = RZ 1992/12 S 23
  • 14 Os 82/91
    Entscheidungstext OGH 04.02.1992 14 Os 82/91
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Kosten des Transportes einer gerichtlich zu obduzierenden Leiche. (T1) Veröff: EvBl 1992/143 S 592 = RZ 1993/52 S 157

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0049483

Zuletzt aktualisiert am

16.09.2009

Dokumentnummer

JJR_19910517_OGH0002_0160OS00019_9100000_001