Rechtssatz RS0051621
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0051621
Geschäftszahl
1Ob616/83; 3Ob531/86
Entscheidungsdatum
28.01.1988
Rechtssatz
Liegt eine nicht zum gewöhnlichen Geschäftsbetrieb gehörende Rechtshandlung der späteren Gemeinschuldnerin nach Eröffnung des Ausgleichsverfahrens vor, kann der spätere Anfechtungsgegner nicht annehmen, daß der Ausgleichsverwalter der Zahlung einer Nichtschuld zugestimmt hat. Er wäre daher verpflichtet, durch Anfrage beim Ausgleichsverwalter klarzustellen, ob dieser seine Zustimmung gegeben hat.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 616/83
Entscheidungstext OGH 29.06.1983 1 Ob 616/83
Veröff: JBl 1984,495
- 3 Ob 531/86
Entscheidungstext OGH 28.01.1988 3 Ob 531/86
Auch; Beisatz: Hier: Überwachung der Ausgleichserfüllung durch einen Sachwalter nach § 55 b Abs 2 AO aF (Einräumung eines Veräußerungsverbotes und Belastungsverbotes). (T1) Veröff: SZ 61/21 = ÖBA 1988,838
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0051621
Dokumentnummer
JJR_19830629_OGH0002_0010OB00616_8300000_001