Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0053978×

Rechtssatz RS0053978

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0053978

Geschäftszahl

4Ob83/89

Entscheidungsdatum

10.10.1989

Norm

BGB §1221
BGB §1235 Abs2
EVHGB Art8 Nr14

Rechtssatz

Die gemäß Artikel 8, Nr 14 Absatz eins, EVHGB auf den Verkauf im Rahmen beiderseitiger Handelsgeschäfte erworbener Pfänder anzuwendende Bestimmung des Paragraph 1235, Absatz 2, BGB, wonach beim Verkauf von Waren mit einem Börsenpreis oder Marktpreis Paragraph 1221, BGB anzuwenden ist, ist nicht zwingend; sie kann vielmehr gemäß Paragraph 1245, Absatz eins, BGB, der durch Artikel 8, Nr 14 Absatz eins, EVHGB ebenfalls rezipiert wurde, durch eine - allerdings erst nach dem Eintritt der Verkaufsberechtigung rechtlich mögliche (Paragraph 1245, Absatz 2, BGB) - Vereinbarung zwischen dem Eigentümer der Pfandsache und dem Pfandgläubiger abgeändert werden. Eine derartige Vereinbarung bedarf keiner besonderen Form; Vereinbarungen, die den Pfandverkauf erleichtern, sind jedoch im Zweifel eng zugunsten des Eigentümers auszulegen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 83/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 83/89

Schlagworte

*D*

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0053978

Dokumentnummer

JJR_19891010_OGH0002_0040OB00083_8900000_001