Rechtssatz RS0054811
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0054811
Entscheidungsdatum
17.10.2002
Rechtssatz
Der Theaterkritiker darf sich grundsätzlich auch scharfer und "übersteigerter" Ausdrücke, polemischer und überspitzter Kritik bedienen, darf aber den kritisierten Künstler weder beschimpfen noch in der Wertschätzung des angesprochenen Publikums unnötig herabsetzen. Was noch zulässige Theaterkritik ist, muß jeweils aufgrund der konkreten Fakten des Einzelfalls beurteilt werden.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 20/95
Entscheidungstext OGH 18.05.1995 6 Ob 20/95
Veröff: SZ 68/97
- 6 Ob 127/01x
Entscheidungstext OGH 27.09.2001 6 Ob 127/01x
Auch; Beisatz: Die Meinungsfreiheit bedeutet keinen Freibrief für kritische Wertungen, die in persönliche Beleidigungen oder Verunglimpfungen ausarten. (T1)
- 8 ObA 196/02k
Entscheidungstext OGH 17.10.2002 8 ObA 196/02k
Vgl; Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0054811
Dokumentnummer
JJR_19950518_OGH0002_0060OB00020_9500000_002