Rechtssatz RS0055787
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0055787
Geschäftszahl
Bkd57/78; Bkd59/79; Bkd57/78; Bkd44/88; 16Bkd2/06; 21Ds3/19g
Entscheidungsdatum
15.07.2020
Rechtssatz
Disziplinarvergehen dadurch, dass der Anwalt seine Klientin nicht aufklärt, dass sie unter Anwendung der AHR selbst bei Obsiegen einen Teil der Kosten selbst tragen muss.
Entscheidungstexte
- Bkd 57/78
Entscheidungstext OGH 05.03.1979 Bkd 57/78
Veröff: AnwBl 1979,535
- Bkd 59/79
Entscheidungstext OGH 04.02.1980 Bkd 59/79
Veröff: AnwBl 1980,442
- Bkd 57/78
Entscheidungstext OGH 14.01.1980 Bkd 57/78
Vgl auch; Veröff: AnwBl 1980,398
- Bkd 44/88
Entscheidungstext OGH 19.09.1988 Bkd 44/88
Vgl auch; Beisatz: Ein Verstoß gegen die sich aus der in § 9 RAO verankerten Treuepflicht ergebende Belehrungspflicht bildet eine Berufspflichtenverletzung. (T1)
- 16 Bkd 2/06
Entscheidungstext OGH 12.06.2006 16 Bkd 2/06
Vgl auch; Beis wie T1
- 21 Ds 3/19g
Entscheidungstext OGH 15.07.2020 21 Ds 3/19g
Vgl; Beisatz: Genießt der Mandant im Zivilprozess Verfahrenshilfe, trifft den Rechtsanwalt eine sich aus der in § 9 RAO verankerten Treuepflicht ergebende Aufklärungspflicht darüber, mit welchen Kosten der Mandant aufgrund allfälligen außergerichtlichen Einschreitens des Rechtsanwalts in etwa rechnen muss. Verstößt der Rechtsanwalt schuldhaft gegen diese Aufklärungspflicht, verwirklicht er beide Tatbestände des § 1 Abs 1 DSt. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0055787
Zuletzt aktualisiert am
28.09.2020
Dokumentnummer
JJR_19790305_OGH0002_000BKD00057_7800000_001