Rechtssatz RS0060387
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0060387
Geschäftszahl
3Ob136/23; 6Ob575/77; 8Ob505/80; 1Ob775/81; 7Ob621/92; 6Ob122/14f
Entscheidungsdatum
19.11.2014
Rechtssatz
Zur Anwendung des § 48 GmbHG.Zur Anwendung des Paragraph 48, GmbHG.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 136/23
Entscheidungstext OGH 28.03.1923 3 Ob 136/23
Veröff: SZ 5/71
- 6 Ob 575/77
Entscheidungstext OGH 31.03.1977 6 Ob 575/77
Beisatz: Auch die Klage nach § 48 GmbHG ist formell namens der Minderheit (nicht eines Einzelgesellschafters) zu erheben, verfolgt aber materiell einen Anspruch der Gesellschaft. (T1) Veröff: SZ 50/51 = EvBl 1977/240 S 554 = NZ 1979,8
- 8 Ob 505/80
Entscheidungstext OGH 08.05.1980 8 Ob 505/80
- 1 Ob 775/81
Entscheidungstext OGH 13.01.1982 1 Ob 775/81
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 55/1 = EvBl 1982/115 S 397 = GesRZ 1983,30
- 7 Ob 621/92
Entscheidungstext OGH 12.11.1992 7 Ob 621/92
Beis wie T1; Veröff: EvBl 1993/80 S 345 = ecolex 1993,248
- 6 Ob 122/14f
Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 122/14f
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Auch wenn § 48 GmbHG eine dem § 84 Abs 5 letzter Satz AktG vergleichbare Regelung nicht enthält, liegt im Fall der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft die selbe Interessenslage vor. Der Gläubiger der Aktiengesellschaft und der Minderheitsgesellschafter der Gesellschaft mit beschränkter Haftung nehmen jeweils den gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft mit der Begründung in Anspruch, dieser habe der Gesellschaft in seiner Funktion als deren Vertreter einen Schaden zugefügt. Der wirtschaftliche Erfolg der Klagsführung soll jeweils der insolventen Gesellschaft zugutekommen. Deren Massen werden vom Insolvenzverwalter vertreten, der somit auch den Ersatzanspruch wahrnehmen soll. § 7 Abs 1 IO ist daher analog anzuwenden. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1923:RS0060387
Zuletzt aktualisiert am
03.03.2015
Dokumentnummer
JJR_19230328_OGH0002_0030OB00136_2300000_001