Rechtssatz RS0061064
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0061064
Entscheidungsdatum
18.05.2022
Norm
ABGB §907b
EVHGB Art8 Nr8 Abs1
Rechtssatz
Eine geschuldete Fremdwährung ist weder für den Schuldner noch für den Gläubiger durch eine andere Fremdwährung substituierbar. Eine Befugnis, in irgendeiner Währung seiner Wahl zu bezahlen, besteht daher nicht.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 586/90
Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 586/90
- 1 Ob 77/01g
Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 77/01g
Vgl aber; Beisatz: Lautet die Geldschuld schlechthin auf eine bestimmte ausländische Währung und ist sie im Inland zu erfüllen, so hat zwar der Gläubiger Anspruch auf Zahlung in dieser Währung, der Schuldner darf aber statt dessen zufolge der Ersetzungsbefugnis des Art 8 Nr 8 Abs 1 EVHGB - die Regelung entspricht § 244 BGB - in Schilling zahlen, es sei denn, dass die Zahlung in ausländischer Währung bedungen ist. (T1); Veröff: SZ 74/178
- 3 Ob 221/04b
Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 221/04b
Vgl auch; Beis wie T1 nur: Lautet die Geldschuld schlechthin auf eine bestimmte ausländische Währung und ist sie im Inland zu erfüllen, so hat der Gläubiger Anspruch auf Zahlung in dieser Währung. (T2); Veröff: SZ 2005/9
- 5 Ob 152/15m
Entscheidungstext OGH 20.04.2016 5 Ob 152/15m
- 3 Ob 76/16x
Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 76/16x
Auch
- 8 Ob 37/20d
Entscheidungstext OGH 25.08.2020 8 Ob 37/20d
Beisatz: Hier: Fremdwährungskreditvertrag (mit eingehender Darstellung). (T3)
- 1 Ob 173/21d
Entscheidungstext OGH 18.05.2022 1 Ob 173/21d
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0061064
Zuletzt aktualisiert am
12.09.2022
Dokumentnummer
JJR_19901003_OGH0002_0010OB00586_9000000_001