Rechtssatz RS0061805
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0061805
Geschäftszahl
5Ob688/79; 6Ob751/80; 8Ob577/83; 1Ob531/86; 4Ob2147/96f
Entscheidungsdatum
09.07.1996
Rechtssatz
Mehrheitsprinzip vorsehende Vertragsbestimmungen (Gesellschafterbeschlüsse) sind enge, strenge, einschränkend auszulegen.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 688/79
Entscheidungstext OGH 16.10.1979 5 Ob 688/79
Veröff: JBl 1981,376 = NZ 1980,149
- 6 Ob 751/80
Entscheidungstext OGH 18.02.1981 6 Ob 751/80
Auch
- 8 Ob 577/83
Entscheidungstext OGH 13.12.1984 8 Ob 577/83
Beisatz: Auf Grund einer weitreichenden Klausel, wonach über Änderungen des Gesellschaftsvertrages durch Mehrheitsbeschluß entschieden wird, können nur solche Beschlüsse mehrheitlich gefaßt werden, die sich im Rahmen der angegebenen Grenzen oder der Richtung der Gesellschaft halten oder nicht ungewöhnlich sind. (T1) Veröff: SZ 57/203 = EvBl 1985/118 S 592 = RdW 1985,338 = NZ 1986,109 = GesRZ 1984,93 (Winter, 74)
- 1 Ob 531/86
Entscheidungstext OGH 23.04.1986 1 Ob 531/86
Veröff: SZ 59/69 = RdW 1986,241 = NZ 1987,211
- 4 Ob 2147/96f
Entscheidungstext OGH 09.07.1996 4 Ob 2147/96f
Vgl; Beisatz: Bei einem Mehrheitsbeschluß ist zu prüfen, ob er die Schranken überschreitet, die für Mehrheitsentscheidungen bestehen, und zwar insbesondere, ob damit in den Kernbereich der Mitgliedschaftsrechte eingegriffen wird. (T2) Veröff: SZ 69/157
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0061805
Dokumentnummer
JJR_19791016_OGH0002_0050OB00688_7900000_003