Rechtssatz RS0063087
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0063087
Entscheidungsdatum
19.09.2023
Rechtssatz
In Ansehung einer nicht der Abhandlungspflege zu unterziehenden Liegenschaft besteht keine Zuständigkeit des Verlassenschaftsgerichtes zur Feststellung der Erbhofeigenschaft (oder auch zur Ausmittlung des Übernahmspreises). Das gilt vor allem für Liegenschaften, deren sich der Erblasser noch zu Lebzeiten - sei es auch in einer beabsichtigten Vorwegnahme der Erbfolge - in Vollziehung eines Übergabsvertrages entäußert hatte.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 7/91
Entscheidungstext OGH 04.07.1991 6 Ob 7/91
Veröff: JBl 1992,463
- 6 Ob 20/92
Entscheidungstext OGH 01.10.1992 6 Ob 20/92
Veröff: NZ 1993,106
- 6 Ob 19/04v
Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 19/04v
Auch
- 2 Ob 107/23h
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.09.2023 2 Ob 107/23h
vgl aber; Beisatz: Auf Grundlage der durch das ErbRÄG 2015 eingeführten „Vertragslösung“ führt das Bestehen einer einen Erbhof betreffenden Schenkung auf den Todesfall nicht zur Anwendung des AnerbenG im Verlassenschaftsverfahren selbst. (T1)
Anm: Vgl RS0134514.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0063087
Zuletzt aktualisiert am
07.11.2023
Dokumentnummer
JJR_19910704_OGH0002_0060OB00007_9100000_001