Rechtssatz RS0069630
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0069630
Entscheidungsdatum
03.06.2025
Rechtssatz
Im Falle der Offenkundigkeit der Umgehungsabsicht ist es Sache der Vermieter den Anschein dadurch zu widerlegen, dass sie Tatsachen behaupten und beweisen, wonach eine Umgehungsabsicht bei Abschluss des Hauptmietvertrages nicht bestanden hat. Wenn sie daher diese Mitwirkung im Verfahren unterlassen und ihrerseits zur Aufklärung nicht beitragen, geht dies zu ihren Lasten.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 150/86
Entscheidungstext OGH 30.09.1986 5 Ob 150/86
Veröff: SZ 59/158 = EvBl 1987/186 S 686
- 5 Ob 159/86
Entscheidungstext OGH 20.01.1987 5 Ob 159/86
Auch; Veröff: SZ 60/8 = MietSlg XXXIX/3
- 5 Ob 110/94
Entscheidungstext OGH 25.10.1994 5 Ob 110/94
Auch
- 5 Ob 2034/96w
Entscheidungstext OGH 17.12.1996 5 Ob 2034/96w
Vgl auch; Beisatz: Durch das 3.WÄG wurde die schon vorher entwickelte Judikatur nunmehr festgeschrieben, wonach die Beweislast dafür, dass dennoch keine Umgehungsabsicht vorlag, zu Vermieter und Hauptmieter verschoben wurde; dabei genügt es, daß die Umgehung zumindest in Kauf genommen (dolus eventualis) wird. (T1)
- 5 Ob 2377/96m
Entscheidungstext OGH 18.03.1997 5 Ob 2377/96m
Vgl auch; Beis wie T1
- 5 Ob 56/98s
Entscheidungstext OGH 15.09.1998 5 Ob 56/98s
Vgl
- 5 Ob 216/02d
Entscheidungstext OGH 20.11.2002 5 Ob 216/02d
Auch; nur: Im Falle der Offenkundigkeit der Umgehungsabsicht ist es Sache der Vermieter den Anschein dadurch zu widerlegen, dass sie Tatsachen behaupten und beweisen, wonach eine Umgehungsabsicht bei Abschluß des Hauptmietvertrages nicht bestanden hat. (T2)
- 5 Ob 214/04p
Entscheidungstext OGH 29.10.2004 5 Ob 214/04p
Auch; nur T2
- 5 Ob 170/19i
Entscheidungstext OGH 22.10.2019 5 Ob 170/19i
- 5 Ob 225/24k
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 03.06.2025 5 Ob 225/24k
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0069630
Zuletzt aktualisiert am
11.09.2025
Dokumentnummer
JJR_19860930_OGH0002_0050OB00150_8600000_002