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Rechtssatz RS0072512×

Rechtssatz RS0072512

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0072512

Geschäftszahl

11Os16/70; 9Os132/70; 9Os52/77; 10Os120/79; 10Os41/85

Entscheidungsdatum

21.05.1985

Norm

SchG allg
StGB §127

Rechtssatz

Vorlage gestohlener Reiseschecks mit nachgemachter Zweitunterschrift zur Einlösung unter der Vorgabe, hiezu berechtigt zu sein, begründet nicht Teilnehmung am Diebstahl, sondern Betrug.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 16/70
    Entscheidungstext OGH 11.06.1970 11 Os 16/70
    Veröff: EvBl 1970/382 S 660 = RZ 1970,184
  • 9 Os 132/70
    Entscheidungstext OGH 04.03.1971 9 Os 132/70
    Auch; Veröff: EvBl 1971/313 S 584
  • 9 Os 52/77
    Entscheidungstext OGH 03.05.1977 9 Os 52/77
    nur: Vorlage gestohlener Reiseschecks Einlösung unter der Vorgabe, hiezu berechtigt zu sein, begründet nicht Teilnehmung am Diebstahl, sondern Betrug. (T1)
  • 10 Os 120/79
    Entscheidungstext OGH 03.10.1979 10 Os 120/79
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Keine Hehlerei, sondern Betrug durch Ausfüllung und Verwertung "gestohlener" Blankoschecks. (T2)
  • 10 Os 41/85
    Entscheidungstext OGH 21.05.1985 10 Os 41/85
    Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Ansichbringen einer falschen Urkunde (hier: falscher = unechter Scheck), mag auch deren Herstellung als Vergehen nach § 223 Abs 1 StGB strafbar sein, ist keine Hehlerei. Erst ein Gebrauch einer solchen Urkunde im Rechtsverkehr könnte allenfalls Haftung nach § 223 Abs 2 StGB begründen, sofern er sich nicht als betrügerische Irreführung einer anderen Person im Sinne des § 147 Abs 1 Z 1 StGB darstellt. (T3) Veröff: EvBl 1986/35 S 119 = SSt 56/34

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0072512

Dokumentnummer

JJR_19700611_OGH0002_0110OS00016_7000000_001