Rechtssatz RS0072703
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0072703
Geschäftszahl
Ds7/88; Ds1/89; Ds8/88; Ds3/96; Ds10/09
Entscheidungsdatum
29.09.2009
Norm
RDG §101 Abs1
RDG §104
RDStG §101 Abs1
Rechtssatz
Die Wiederholung der Verfehlungen gibt dann keinen besonderen Erschwerungsgrund ab, wenn sie für die rechtliche Beurteilung als Disziplinarvergehen (mitentscheidend) entscheidend war (Doppelverwertungsverbot).
Entscheidungstexte
- Ds 7/88
Entscheidungstext OGH 21.11.1988 Ds 7/88
- Ds 1/89
Entscheidungstext OGH 03.04.1989 Ds 1/89
Vgl; Beisatz: Kein Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot, wenn die Wiederholung das für eine Qualifikation zum Dienstvergehen erforderliche Ausmaß deutlich übersteigt. (T1)
- Ds 8/88
Entscheidungstext OGH 03.04.1989 Ds 8/88
Vgl auch; Beisatz: Indes ist die Vielzahl und die ungewöhnlich lange Dauer der inkriminierten Verfahrensverzögerungen nach Lage des Falles allgemein erschwerend (vgl NRsp 1989/37). (T2)
- Ds 3/96
Entscheidungstext OGH 10.06.1996 Ds 3/96
Vgl auch
- Ds 10/09
Entscheidungstext OGH 29.09.2009 Ds 10/09
Vgl; Beisatz: Eine zusätzliche Berücksichtigung des langen Tatzeitraums und des Umstands, dass der Disziplinarbeschuldigte seine Erkenntnisse als Spruchsenatsvorsitzender über mehrere Jahre nicht ausfertigte, als weitere Erschwerungsgründe widerspräche dem Doppelverwertungsverbot, wurden diese Fakten doch bereits als tatbestandsbegründend iSd § 101 Abs1 RStDG angenommen. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0072703
Zuletzt aktualisiert am
13.11.2009
Dokumentnummer
JJR_19881121_OGH0002_0000DS00007_8800000_002