Rechtssatz RS0073566
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0073566
Entscheidungsdatum
29.06.2021
Rechtssatz
Die digitale Analpenetration steht einer vaginalen Penetration weder in der Intensität der sexuellen Inanspruchnahme noch der Schwere des Eingriffs in die sexuelle Selbstbestimmung des Opfers nach und ist demnach im Vergleich zum Beischlaf als diesem gleichzusetzende und gleich sozial schädliche Form sexualen Missbrauchs anzusehen.
Entscheidungstexte
- 13 Os 162/00
Entscheidungstext OGH 07.03.2001 13 Os 162/00
- 15 Os 72/01
Entscheidungstext OGH 21.06.2001 15 Os 72/01
Auch; Beisatz: Auch die digitale Analpenetration ist grundsätzlich als eine dem Geschlechtsverkehr gleichzusetzende Handlung anzusehen. (T1)
- 13 Os 90/01
Entscheidungstext OGH 07.11.2001 13 Os 90/01
Auch
- 13 Os 96/05z
Entscheidungstext OGH 14.12.2005 13 Os 96/05z
Vgl auch
- 13 Os 87/06b
Entscheidungstext OGH 08.11.2006 13 Os 87/06b
- 15 Os 100/09h
Entscheidungstext OGH 09.09.2009 15 Os 100/09h
- 11 Os 134/13k
Entscheidungstext OGH 12.11.2013 11 Os 134/13k
Auch; Beisatz: Die Aufforderung an das Tatopfer im Rahmen eines Internetkontakts via Skype, sich vor der Internetkamera einen Finger in die Scheide bzw in den After einzuführen, stellt eine dem Beischlaf gleichzusetzende geschlechtliche Handlung dar. (T2)
- 14 Os 29/21b
Entscheidungstext OGH 29.06.2021 14 Os 29/21b
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0073566
Zuletzt aktualisiert am
16.08.2021
Dokumentnummer
JJR_20010307_OGH0002_0130OS00162_0000000_001