Rechtssatz RS0075916
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0075916
Geschäftszahl
12Os1/77; 12Os13/76 (12Os14/76); 10Os99/79; Ds4/84; 11Os118/88; 13Os6/89
Entscheidungsdatum
16.03.1989
Norm
StGB §43
TilgG §1 Abs4
Rechtssatz
Die Geltung als gerichtlich unbescholten (§ 1 Abs 4 TilgG) ist absolut; getilgte Vorstrafen dürfen daher weder bei der Strafbemessung noch bei Beurteilung der Voraussetzungen für eine bedingte Strafnachsicht herangezogen werden.Die Geltung als gerichtlich unbescholten (Paragraph eins, Absatz 4, TilgG) ist absolut; getilgte Vorstrafen dürfen daher weder bei der Strafbemessung noch bei Beurteilung der Voraussetzungen für eine bedingte Strafnachsicht herangezogen werden.
Entscheidungstexte
- 12 Os 1/77
Entscheidungstext OGH 26.05.1977 12 Os 1/77
Veröff: EvBl 1977/249 S 586 = RZ 1977/94 S 177
- 12 Os 13/76
Entscheidungstext OGH 19.12.1977 12 Os 13/76
Veröff: EvBl 1978/201 S 611
- 10 Os 99/79
Entscheidungstext OGH 08.08.1979 10 Os 99/79
Ähnlich; Beisatz: Tilgbarkeit der Vorstrafen genügt für § 33 Z 2 StGB. (T1)
- Ds 4/84
Entscheidungstext OGH 16.07.1984 Ds 4/84
Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur gemäß § 145 RDG gelöschten Disziplinarstrafe. (T2)
- 11 Os 118/88
Entscheidungstext OGH 11.10.1988 11 Os 118/88
Vgl; Beisatz: Wohl aber ist trotz Tilgung der Vorstrafe eine wertende Kenntnisnahme des seinerzeitigen Schuldspruchs im Rahmen der zur Frage der Täterschaft angeführten Überlegungen mit dem Gesetz vereinbar. (T3)
- 13 Os 6/89
Entscheidungstext OGH 16.03.1989 13 Os 6/89
Vgl auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0075916
Dokumentnummer
JJR_19770526_OGH0002_0120OS00001_7700000_001