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Rechtssatz RS0076837×

Rechtssatz RS0076837

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0076837

Entscheidungsdatum

08.07.1992

Rechtssatz

Die im § 1 Abs 3 Z 4 IESG gebrauchten Worte "...... es sei denn, daß

nach Gesetz, Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung (§ 97 Abs 1

ArbVG) ein höherer Nettobetrag gebührt ......" bedeutet im Hinblick

auf den gesetzesimmanenten Schutz des Insolvenz-Ausfallgeld-Fonds vor übermäßigen privatrechtlichen Dispositionen nicht, daß ein Anspruch etwa auf Abfertigung, Urlaubsentschädigung, Urlaubsabfindung, Sonderzahlungen und dergleichen auch auf ein Gesetz, einen Kollektivvertrag oder eine Betriebsvereinbarung gestützt werden kann. Es ist dazu vielmehr zu unterscheiden, ob sich die ziffernmäßige Festsetzung des Anspruches aus den bezogenen Rechtsquellen selbst ergibt oder ob sich der Anspruch dem Grunde und mittelbar der Höhe nach auf eine vertragliche Regelung gründet und daher über den durch Gesetz, Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung zustehenden Anspruch hinausgeht.

Entscheidungstexte

  • 9 ObS 12/88
    Entscheidungstext OGH 16.11.1988 9 ObS 12/88
    Veröff: SZ 61/254
  • 9 ObS 1/89
    Entscheidungstext OGH 15.03.1989 9 ObS 1/89
  • 9 ObS 10/89
    Entscheidungstext OGH 30.08.1989 9 ObS 10/89
    Vgl auch; Beisatz: § 48 ASGG (T1)
  • 9 ObS 3/90
    Entscheidungstext OGH 09.05.1990 9 ObS 3/90
    Auch
  • 9 ObS 11/92
    Entscheidungstext OGH 08.07.1992 9 ObS 11/92
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0076837

Dokumentnummer

JJR_19881116_OGH0002_009OBS00012_8800000_004