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Rechtssatz RS0077091×

Rechtssatz RS0077091

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0077091

Geschäftszahl

4Ob389/84; 4Ob408/85

Entscheidungsdatum

14.01.1986

Rechtssatz

Haben die Parteien schon vor Anhängigkeit des Rechtsstreites in der Korrespondenz ausschließlich auf Bestimmungen des österreichischen Rechtes Bezug genommen und ihrem Vorbringen in diesem Rechtsstreit ausschließlich österreichisches Recht zugrundgelegt, haben sie daher in Abgehen von der ursprünglichen Rechtswahl die österreichischen Rechtsordnung als maßgebend angenommen (Paragraph 35, Absatz eins, IPRG). Dem steht auch die Bestimmung des Paragraph 11, Absatz 2, IPRG nicht entgegen, wonach eine in einem anhängigen Verfahren bloß schlüssig getroffene Rechtswahl unbeachtlich ist. Eine solche Rechtswahl kann nämlich schon für sich allein ein Indiz dafür sein, daß die Parteien auch bereits vor Verfahrensbeginn die Maßgeblichkeit des österreichischen Rechts vorausgesetzt haben.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 389/84
    Entscheidungstext OGH 15.01.1985 4 Ob 389/84
    Veröff: IPRax 1986,255 (Koppensteiner, 251)
  • 4 Ob 408/85
    Entscheidungstext OGH 14.01.1986 4 Ob 408/85
    Auch; Veröff: ÖBl 1986,73 = GRURInt 1986,735

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0077091

Dokumentnummer

JJR_19850115_OGH0002_0040OB00389_8400000_001