Rechtssatz RS0077870
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0077870
Geschäftszahl
4Ob301/79; 4Ob410/79; 4Ob362/80; 4Ob417/82; 4Ob70/89; 4Ob64/89; 4Ob1010/89
Entscheidungsdatum
17.10.1989
Rechtssatz
Die an sich jeglicher Werbung begriffsimmanente psychologische Beeinflussung des Umworbenen ist immer dann unzulässig, wenn der ausgeübte Druck so stark wird, daß ein aus sachlichen Gründen nicht gewollter Geschäftsabschluß nur noch schwer vermeidbar erscheint.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 301/79
Entscheidungstext OGH 20.02.1979 4 Ob 301/79
Veröff: ÖBl 1979,66
- 4 Ob 410/79
Entscheidungstext OGH 29.01.1980 4 Ob 410/79
Auch; Beisatz: Mitgliederwerber für Deutsche Buchgemeinschaft. (T1)
- 4 Ob 362/80
Entscheidungstext OGH 18.09.1980 4 Ob 362/80
Beisatz: Vier-fünf maliges Aufsuchen eines Motorradhändlers im Zuge eines Gewinnspieles - kein psychologischer Kaufzwang. (T2) Beisatz: Yamaha-Chopper-Spiel Veröff: ÖBl 1982,12
- 4 Ob 417/82
Entscheidungstext OGH 11.01.1983 4 Ob 417/82
Auch; Beisatz: Im Verkaufslokal versteckte Gutscheine. (T4) Veröff: ÖBl 1983,89
- 4 Ob 64/89
Entscheidungstext OGH 13.06.1989 4 Ob 64/89
Beisatz: Der Druck ist insbesondere dann so stark, wenn die Umworbenen durch die Vergünstigung in eine psychische Zwangslage geraten, in der sie es als unanständig oder jedenfalls peinlich empfinden, nichts zu kaufen. (T5) Veröff: MR 1989,178 = WBl 1989,314 = ÖBl 1990,11
- 4 Ob 70/89
Entscheidungstext OGH 27.06.1989 4 Ob 70/89
Veröff: MR 1989,180 (Korn)
- 4 Ob 1010/89
Entscheidungstext OGH 17.10.1989 4 Ob 1010/89
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0077870
Dokumentnummer
JJR_19790220_OGH0002_0040OB00301_7900000_002