Rechtssatz RS0078039
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0078039
Geschäftszahl
4Ob330/60; 4Ob337/66; 4Ob339/73; 4Ob352/80; 4Ob121/89
Entscheidungsdatum
17.10.1989
Rechtssatz
Unzulässiger Behinderungswettbewerb durch Boykott wegen einer dem Verrufer nicht genehmen Preiserstellung des Verrufenen im Wettbewerb. Boykott ist grundsätzlich nur erlaubt, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Es dürfen aber niemals Mittel verwendet werden, die geeignet sind, die wirtschaftliche Existenz des Konkurrenten zu gefährden.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 330/60
Entscheidungstext OGH 18.10.1960 4 Ob 330/60
- 4 Ob 337/66
Entscheidungstext OGH 15.11.1966 4 Ob 337/66
Ähnlich; nur: Boykott ist grundsätzlich nur erlaubt, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Es dürfen aber niemals Mittel verwendet werden, die geeignet sind, die wirtschaftliche Existenz des Konkurrenten zu gefährden. (T1) Veröff: JBl 1967,436 = ÖBl 1967,34
- 4 Ob 339/73
Entscheidungstext OGH 11.12.1973 4 Ob 339/73
nur T1; Beisatz: Einheitsmineralwasserflasche (T2) Veröff: ÖBl 1974,105
- 4 Ob 352/80
Entscheidungstext OGH 08.07.1980 4 Ob 352/80
nur T1; Beisatz: Er darf nicht zur Durchsetzung ungerechtfertigter Forderungen benützt werden. (T3) Beisatz: Reiseveranstalterboykott (T4) Veröff: SZ 53/102 = JBl 1981,380 = ÖBl 1981,13
- 4 Ob 121/89
Entscheidungstext OGH 17.10.1989 4 Ob 121/89
nur T1; Beisatz: Ein Boykott zur Abwehr eines rechtswidrigen Angriffes kann nur ausnahmsweise zulässig sein, und zwar dann, wenn er zur Abwehr unumgänglich nötig ist; das trifft jedenfalls dann nicht zu, wenn sich das Ziel der Abwehr durch gerichtliche Hilfe erreichen ließe. - "Reiseveranstalter-Boykott II". (T5) Veröff: ÖBl 1990,103 = MR 1989,216 (Korn)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0078039
Dokumentnummer
JJR_19601018_OGH0002_0040OB00330_6000000_001