Rechtssatz RS0081564
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0081564
Entscheidungsdatum
20.11.2012
Rechtssatz
Gegen eine unzulässigerweise bewilligte Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (hier: Versäumung der Frist für den Widerruf eines gerichtlichen Vergleiches) ist ein Rekurs zulässig.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 524/95
Entscheidungstext OGH 30.11.1995 8 Ob 524/95
Veröff: SZ 68/227
- 4 Ob 27/97t
Entscheidungstext OGH 28.01.1997 4 Ob 27/97t
Beisatz: Der Rechtsmittelausschluss des § 153 ZPO gilt nicht, wenn die Wiedereinsetzung ohne gesetzliche Grundlage bewilligt wurde. Eine entgegen dem Gesetz bewilligte Wiedereinsetzung ist unbeachtlich. Dem Prozessgegner wird aber zur Vermeidung übermäßigen Verfahrensaufwandes zugebilligt, umgehend klären zu lassen, ob die "Wiedereinsetzung" rechtens ist oder nicht. Das Rekursrecht bezieht sich in diesem Fall nur auf die Zulässigkeit des Wiedereinsetzungsantrages, nicht aber auf seine materielle Berechtigung. (T1)
- 8 Ob 86/97y
Entscheidungstext OGH 28.08.1997 8 Ob 86/97y
Beis wie T1; Veröff: SZ 70/169
- 9 ObA 333/97d
Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 ObA 333/97d
Vgl auch; Beis wie T1
- 8 Ob 102/03p
Entscheidungstext OGH 18.09.2003 8 Ob 102/03p
Auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Zur Beseitigung der Rechtswirkungen der ohne gesetzliche Grundlage bewilligten Wiedereinsetzung bedarf es allerdings keiner Rekurserhebung. (T2); Beisatz: Keine Wiedereinsetzung im Konkurs. (T3)
- 2 Ob 199/12x
Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 199/12x
Vgl; Beis wie T3
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0081564
Zuletzt aktualisiert am
27.05.2013
Dokumentnummer
JJR_19951130_OGH0002_0080OB00524_9500000_001