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Rechtssatz RS0082332×

Rechtssatz RS0082332

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0082332

Geschäftszahl

13Os141/87; 11Os35/00

Entscheidungsdatum

11.04.2000

Rechtssatz

Paragraph 36, Absatz 2, WaffG bezieht die gerichtliche Straflosigkeit des Besitzes von Teilen von Schußwaffen auf Paragraph 9, WaffG zurück, der gleichermaßen von "Teilen von Schußwaffen" handelt. Demgegenüber bestimmt sich der Begriff des Kriegsmaterials nach Paragraph 4, a WaffG und damit nach der auf Grund des Paragraph 2, KriegsmaterialG BGBl 1977/540 erlassenen Verordnung vom 22.11.1977, BGBl 1977/624. Dieser zufolge sind aber Läufe von Maschinengewehren bereits als Kriegsmaterial anzusehen (Paragraph eins, Pkt römisch eins 1 Litera c,). Zudem werden im Paragraph 28, b WaffG unter den für Kriegsmaterial sinngemäß geltenden Bestimmungen die Paragraphen 2 und 9 WaffG nicht aufgezählt. Daraus folgt, daß der Besitz von Kriegsmaterial, auch wenn es sich dabei im technischen Sinn nur um Teile handelt, die auch im Paragraph 9, WaffG vorkommen, nach Paragraph 36, Absatz eins, Ziffer 4, (früher Litera d,) WaffG gerichtlich strafbar ist.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 141/87
    Entscheidungstext OGH 24.09.1987 13 Os 141/87
    Veröff: EvBl 1988/45 S 255 = RZ 1988/7 S 21
  • 11 Os 35/00
    Entscheidungstext OGH 11.04.2000 11 Os 35/00
    nur: Nach der auf Grund des § 2 KriegsmaterialG BGBl 1977/540 erlassenen Verordnung vom 22.11.1977, BGBl 1977/624 sind Läufe von Maschinengewehren als Kriegsmaterial anzusehen (§ 1 Pkt I 1 lit c). (T1) Beisatz: Unter anderem vollautomatische Gewehre sowie deren Läufe und Verschlüsse. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0082332

Dokumentnummer

JJR_19870924_OGH0002_0130OS00141_8700000_001