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Rechtssatz RS0082358

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0082358

Geschäftszahl

1Ob31/93

Entscheidungsdatum

16.02.1994

Rechtssatz

Seit der Neufassung des Paragraph 117, WRG 1959 durch die WRGNov 1988 und 1990 ergänzen einander diese Bestimmung und Paragraph 26, WRG 1959 derart, daß Lücken der wasserrechtsbehördlichen Entscheidungskompetenz, die Paragraph 26, WRG 1959 als Auffangnorm zu füllen habe, nicht mehr in Betracht kommen. War es bis dahin in Fällen, in welchen die Wasserrechtsbehörde einen Entschädigungsanspruch verneinte, immer noch denkbar, daß das Gericht unabhängig davon auf der Grundlage des Paragraph 26, WRG 1959 Schadenersatz zuerkannte, so darf es in den von Paragraph 117, Absatz eins, WRG 1959 umfaßten Fällen nur mehr nach einer wasserrechtsbehördlichen Entscheidung unter den im Paragraph 117, Absatz 4, WRG 1959 umschriebenen Voraussetzungen angerufen werden. Hat allerdings die Wasserrechtsbehörde Entschädigungsanträge mangels Entscheidungskompetenz zurückgewiesen oder den Antragsteller auf den Zivilrechtsweg verwiesen, so hat über dieses Begehren das Streitgericht im streitigen Rechtsweg zu befinden (Paragraph 26, WRG 1959).

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 31/93
    Entscheidungstext OGH 16.02.1994 1 Ob 31/93
    Veröff: SZ 67/25 = EvBl 1994/111 S 552

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0082358

Dokumentnummer

JJR_19940216_OGH0002_0010OB00031_9300000_001