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Rechtssatz RS0082921

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0082921

Geschäftszahl

1Ob772/78; 5Ob52/82; 5Ob51/97d

Entscheidungsdatum

25.02.1997

Rechtssatz

Einer Ausschließungsklage nach Paragraph 22, Absatz eins, Ziffer 3, WEG 1975 ist stattzugeben, wenn das Verhalten des beklagten Miteigentümers und Wohnungseigentümers "gesellschaftlich unerträglich" geworden und daher nach den Umständen des Falles den Mitbewohnern nicht mehr zumutbar ist, ein Grundsatz, der auch zum Kündigungsgrund des Paragraph 19, Absatz 2, Ziffer 3, MG stets vertreten wurde. In der Regel kann daher die zu dieser Gesetzesbestimmung entwickelte Rechtsprechung auch für die Beurteilung einer Ausschließungsklage nach Paragraph 22, Absatz eins, Ziffer 3, WEG 1975 herangezogen werden. Dem Miteigentümer muß allerdings in der Regel mit genügender Deutlichkeit klargemacht worden sein, daß man sein Verhalten auf die Dauer zu dulden nicht gewillt ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 772/78
    Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 772/78
    Veröff: EvBl 1979/160 S 437
  • 5 Ob 52/82
    Entscheidungstext OGH 14.12.1982 5 Ob 52/82
    Auch; Beisatz: Hier: Vermietung an "Wohnungshosteß". (T1)
  • 5 Ob 51/97d
    Entscheidungstext OGH 25.02.1997 5 Ob 51/97d
    Vgl; Beisatz: Hier: Ausbübung der Prostitution. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0082921

Dokumentnummer

JJR_19790110_OGH0002_0010OB00772_7800000_002