Rechtssatz RS0083312
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0083312
Geschäftszahl
1Ob515/27; 5Ob252/75; 8Ob564/78; 8Ob42/89
Entscheidungsdatum
07.09.1989
Rechtssatz
(Zur WO) Unzulässigkeit der eigenmächtigen nachträglichen Domizilierung eines Blankowechsels.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 515/27
Entscheidungstext OGH 09.06.1927 1 Ob 515/27
Veröff: SZ 9/188
- 5 Ob 252/75
Entscheidungstext OGH 26.01.1976 5 Ob 252/75
Beisatz: Im Falle der nachträglichen Domizilierung des Blankowechsels durch den Inhaber ist mangels einer diesbezüglichen Vereinbarung davon auszugehen, daß nur eine Ausfüllung in verkehrsüblicher Art als zulässig angesehen werden kann, das heißt eine solche, die keine Erschwerung der Lage des Akzeptanten nach sich zieht. Im Zweifel ist der Wechselnehmer nicht zur Beifügung eines Domizils befugt (Ablehnung der Ansicht Stanzls Wechselrecht, Scheckrecht und sonstiges Wertpapierrecht 1957, 47) wonach eine offene Stelle im Vordruck für den Domizilierungsvermerk die schlüssige Einräumung der Befugnis zur Domizilierung darstellt. (T1) Veröff: SZ 49/6 = EvBl 1976/196 S 400 = QuHGZ 1976 H3/142
- 8 Ob 564/78
Entscheidungstext OGH 11.10.1978 8 Ob 564/78
Vgl; Beisatz: In Ermangelung einer Abrede ist der Nehmer eines Blankowechsels nur ermächtigt, diesen in verkehrsüblicher Art, insbesondere ohne Erschwernis der Lage des Annehmers, auszufüllen. (T2)
- 8 Ob 42/89
Entscheidungstext OGH 07.09.1989 8 Ob 42/89
Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Veröff: ÖBA 1990,226
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1927:RS0083312
Dokumentnummer
JJR_19270609_OGH0002_0010OB00515_2700000_001