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Rechtssatz RS0083865

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0083865

Geschäftszahl

12Os104/74; 12Os69/81; 13Os144/85

Entscheidungsdatum

24.10.1985

Norm

FinStrG §35 Abs1
FinStrG §35 Abs2
ZollG §48
ZollG §52
ZollG §56 Abs2

Rechtssatz

Eine Ware ist dem Zollamt "gestellt", wenn sie ihm vorgeführt (körperlich vorgewiesen) und das Zollamt dadurch in die Lage versetzt wird, vom Vorhandensein der betreffenden Ware Kenntnis zu nehmen. Von dieser "Stellung" als solcher (Paragraphen 35, Absatz eins, FinStrG; Paragraph 48, Absatz eins, ZollG) sind die durch sie nicht mitumfaßte "Warenerklärung" (Paragraph 52, ZollG) sowie die "Darlegung" (Paragraph 56, Absatz 2, ZollG) zu unterscheiden. Unrichtige Deklarierungen in Warenerklärungen sind typische Deliktshandlungen im Sinne des Paragraph 35, Absatz 2, FinStrG.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 104/74
    Entscheidungstext OGH 17.12.1974 12 Os 104/74
    Veröff: SSt 45/31
  • 12 Os 69/81
    Entscheidungstext OGH 12.11.1981 12 Os 69/81
    Vgl aber; Beisatz: Nach der FinStrGNov 1975 sind auch unrichtige Angaben in der Warenerklärung nach § 35 Abs 1 FinStrG strafbar. (T1) Veröff: EvBl 1982/91 S 303 = SSt 52/56
  • 13 Os 144/85
    Entscheidungstext OGH 24.10.1985 13 Os 144/85
    nur: Eine Ware ist dem Zollamt "gestellt", wenn sie ihm vorgeführt (körperlich vorgewiesen). (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0083865

Dokumentnummer

JJR_19741217_OGH0002_0120OS00104_7400000_001