Rechtssatz RS0083931
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0083931
Entscheidungsdatum
28.09.2001
Rechtssatz
Wenn der Inhaber des Wechsels bei Erwerb des bereits ausgefüllten ehemaligen Blankowechsels nicht wußte oder wissen mußte, daß es sich um einen Blankowechsel gehandelt hat, kann das Unterlassen von Erwägungen betreffend Verdachtsmomente keine grobe Fahrlässigkeit begründen, weil sich solche Erwägungen im Falle des Erwerbes eines Vollwechsels erübrigen würden.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 655/86
Entscheidungstext OGH 02.10.1986 7 Ob 655/86
Veröff: SZ 59/162 = RdW 1987,258
- 7 Ob 719/87
Entscheidungstext OGH 26.11.1987 7 Ob 719/87
- 8 Ob 47/89
Entscheidungstext OGH 19.10.1989 8 Ob 47/89
Beisatz: Voraussetzung für das grob fahrlässige Unterlassen der Prüfung eines Wechsels auf allfällige Verdachtsmomente ist, daß dem Wechselinhaber bewußt sein mußte, er könnte zu einer solchen Prüfung verpflichtet sein. (T1) Veröff: ÖBA 1990,386
- 8 Ob 75/01i
Entscheidungstext OGH 28.09.2001 8 Ob 75/01i
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0083931
Dokumentnummer
JJR_19861002_OGH0002_0070OB00655_8600000_001